“Der Ausschlag”, so war meine erste Idee zum Titel 😀 Würde man doch dann wohl eher mit dem Model assoziieren, oder? Dieses Shooting war der Ausschlag, warum es hier so ruhig war, warum eine neue Facebookseite entstanden ist, warum sich so vieles geändert hat.

Ich glaube, das wird jetzt etwas mehr Text. Wenn nicht, dann schaut gleich einfach nur die Bilder an 😉

Wenn man an einem Punkt angekommen ist, an dem man still steht, an dem man keine Weiterentwicklung sieht und der Spaß abnimmt, dann sollte man sich Gedanken machen woran es liegt. Danach ändert man etwas oder man beendet es komplett. Ich stand zwischen den Stühlen, da ich nicht wusste, ob mir die Veränderung auch gefällt.

Bis zum Frühjahr war ich ja fast ausschließlich Outdoor unterwegs. Habe aber gemerkt, dass sich auch eine gewisse Routine eingeschlichen hatte, mir hat einfach der Anreiz gefehlt.
Und genau bei diesem Shooting mit Claudia, Maria (FB-Seite) und Cooper, da hab ich gemerkt was mir fehlt, wohin ich gehen will.

Ende Mai gabs dann das letzte reine Outdoorshooting, kurz danach dann, mehr oder weniger aus dem Bauch heraus, habe ich die Seite bei Facebook gelöscht und ein paar Wochen Pause eingelegt.
Der Abstand von den sozialen Netzwerken tat gut. Kein gepiepse am Handy, die Gedanken, welches Bild man wo und wann postet, was man da dazu schreibt, alles einfach Weg. Da war der Kopf frei für neue Ideen, fürs neue Studio und außerdem wieder die Herausforderung bei Null anzufangen.

In diesen paar Wochen hat sich mein Geschmack auch etwas verändert. Bilder von anderen Fotografen, die mich vorher vom Hocker gerissen haben, gefallen mir zwar jetzt auch noch, aber irgendwie werfen sie mich nicht mehr um.
Liegt vielleicht auch damit zusammen, dass man gerade in den Facebook-Gruppen nicht viele unterschiedliche Stile findet.
Klar man kann das machen, was die Masse sich wünscht, oder man macht das, was man will.
Ich hab mich da eher für zweiteres entschieden.

Ich möchte einfach mehr in Shootings investieren, nicht einfach nur raus gehen, Gegenlicht und fertig.
Damit möchte ich aber die Arbeit der Kollegen nicht herunter spielen, es ist einfach nur nicht mehr so meins.

Die letzten Shootings waren einfach für mich irgendwie mehr, ich hab im Vorfeld Zeit rein gesteckt, viel getestet, mit Säge, Akkuschraube und Flex in der Werkstatt gestanden um einfach einzigartige Dinge für die Shootings zu bauen. Dabei hab ich gemerkt, dass das Gefühl einfach besser ist, wenn die Bilder fertig sind. Es macht mir einfach mehr Spaß.

Klar ist es mit einem größeren Aufwand verbunden, die Vorbereitung oder auch das Shooting selbst nehmen mehr Zeit in Anspruch, dafür ists keines Wegs langweilig.
Jedoch wird es somit weniger Shootings geben. Zum einen wegen dem zeitlichen Aufwand, zum anderen muss ich mich auf die entsprechnenden Modelle auch verlassen können, was in der letzten Zeit ich nicht mehr so einfach ist.
Auch liegt mir viel daran, dass das Gegenüber die Arbeit schätzt, was in den sozialen Median auch immer weniger wird.

Sooo, nun genug Text.
Hier komme Bilder 😉

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